Infusionsflasche am Krankenbett, im Hintergrund eine Pflegekraft bei einem liegenden Patienten

Palliativ- und Brückendienst

Begleitung schwerkranker Menschen zu Hause – als Brücke zwischen Klinik, Hausarzt und Familie.

Was bedeutet Palliativmedizin?

„Palliativ" leitet sich vom lateinischen Wort „pallium" = „Mantel" ab. Es bedeutet soviel wie „den Mantel um etwas legen", „behüten", "beschützen". Das Ziel der Palliativmedizin ist nicht die Heilung, sondern die Besserung oder Erhaltung der Lebensqualität.

Was bedeutet Brückenbetreuung?

Wir verstehen uns als Brücke, als Bindeglied zwischen dem Patienten, seinen Angehörigen, dem Hausarzt, anderen betreuenden Ärzten, dem Pflegedienst, dem ambulanten Hospizdienst und anderen Helfern.

Rund um die Uhr erreichbar

Brückenarzt, Brückenschwestern und Brückenpfleger sind über einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst immer telefonisch erreichbar. Hausbesuche können im Notfall zu jeder Tages- und Nachtzeit erfolgen.

0371 - 832 80 80

Der Brückendienst im Detail

Für wen ist die Brückenbetreuung gedacht?

Die Brückenbetreuung ist ein Angebot für unheilbar kranke Patienten in einem fortgeschrittenen Stadium ihrer Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung und deren Angehörige.

Die meisten Menschen, die unter einer solch schweren Krankheit leiden, möchten ihre letzten Lebenswochen, tage, stunden zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung und im Kreis ihrer Familie und Freunde verbringen. Doch viele haben Angst vor Schmerzen, Luftnot oder anderen schweren Symptomen und fürchten, zu Hause nicht ausreichend versorgt werden zu können. Die optimale Behandlung solcher Symptome und die bestmögliche Lebensqualität für Patient und Angehörige, auch am Lebensende, sind das Ziel der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV), auf die die Patienten einen gesetzlichen Anspruch haben.

Worin besteht das Angebot?

Durch schnelle und kompetente Beratung, Koordination verschiedener Hilfsangebote und, wenn notwendig, häusliche Mitbetreuung möchten wir unnötige Krankenhausaufenthalte verhindern und jedem Patienten Sicherheit und Geborgenheit in seinem gewohnten Umfeld vermitteln. Wir arbeiten dabei eng mit Hausärzten, Onkologen, Urologen, Gynäkologen, anderen Fachärzten, ambulanten Pflegediensten, dem ambulanten Hospizdienst, Physiotherapeuten, Sanitätshäusern, Apotheken, Psychologen und Seelsorgern zusammen.

Bei Bedarf kann eine stationäre Einweisung auf die Palliativstation am DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein erfolgen. Ebenso besteht die Möglichkeit der Weiterbetreuung im stationären Hospiz Chemnitz.

Wie erfolgt die Anmeldung?

Die Anmeldung zur Brückenbetreuung kann über eine Verordnung des Hausarztes, eines anderen niedergelassenen Arztes oder des entlassenden Krankenhausarztes erfolgen. Sind diese nicht erreichbar, können sich auch Patient oder Angehörige, ambulante Hospizdienste oder Pflegedienste unter der Brücken-Telefonnummer melden.

Wie wird die Betreuung koordiniert?

Als Koordinatorin organisiert Frau Antje Fiedler die Zusammenarbeit der verschiedenen an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen entsprechend den Bedürfnissen jedes einzelnen Betroffenen und seiner Angehörigen.

Nach Anmeldung des Patienten erfolgt kurzfristig ein Hausbesuch zur Beratung, Abklärung der häuslichen Situation, Beurteilung des notwendigen Betreuungsumfangs und Therapieoptimierung.

Wer ist verantwortlich?

Die an der Brückenbetreuung teilnehmenden Ärzte unter Leitung der verantwortlichen Brückenärztin Frau Dr. med. Sabine Neser sowie die Krankenschwestern und -pfleger sind für die spezialisierte palliative Versorgung Schwerst-kranker ausgebildet und verfügen über eine mehrjährige Berufserfahrung in diesem Bereich. Für die psychologische Betreuung engagieren sich Frau Dipl.-Psych. Peggy Müller und Frau Ilka Hertzsch, FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie für die Seelsorge Pfarrer Andreas Dohrn.

Welche Leistungen umfasst die Betreuung?
  • Beratung
  • Schmerztherapie, Symptomkontrolle und Krisenintervention
  • Besprechung und Organisation von Unterstützungs-möglichkeiten im häuslichen Umfeld
  • Unterstützung der Selbständigkeit
  • Psychosoziale Betreuung des Patienten und seiner Angehörigen
  • Koordination der Betreuung aller den Patienten versorgenden Beteiligten
  • Unterstützung und Schulung der Angehörigen für Pflegemaßnahmen
  • Unterstützung und Beratung der vor Ort tätigen Pflegedienste
Mit wem arbeiten wir zusammen?

Alle ambulanten - einschießlich der Pflegedienste Vor Ort am Patienten - Und stationären Einrichtungen im Versorgungsgebiet, insbesondere:

  • Ambulantes und stationäres Schmerz- und Palliativzentrum am DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein mit Palliativstation Klinikum Chemnitz gGmbH, Palliativstation Küchwald
  • Hospizdienste der Region
  • Medicus-Apotheke Chemnitz
  • Sanitätshäuser

Ihre Ansprechpartnerin im Brückenteam

Brückenteam, Palliativprojekt Chemnitz

Frau Antje Fiedler, Koordinatorin (Palliativ-Case-Manager)
Unritzstraße 21 c
09117 Chemnitz

Telefon: 0371 - 832 80 80

Telefax: 0371 - 832 93 78

E-Mail: